Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung

Lebensformen von Personen in der Altersgruppe 65-69 Jahre nach Geschlecht in Deutschland (1996-2020)

Der Anteil der verheirateten Frauen in dieser Altersgruppe liegt seit 1996 immer etwa zwischen 60 und 65 Prozent und zeigt keinen eindeutigen Entwicklungstrend. Im Gegensatz dazu sinkt der Anteil verheirateter Männer von fast 86 Prozent im Jahr 1996 deutlich ab auf etwa drei Viertel in der Gegenwart. Damit haben sich die geschlechtsspezifischen Unterschiede im Anteil verheirateter Personen seit 1996 deutlich verringert, auch wenn in dieser Altersgruppe immer noch wesentlich mehr Männer als Frauen verheiratet sind.

Bei den Alleinstehenden gibt es einen umgekehrten Trend, hier ist der Anteil bei den Männern sichtbar angestiegen, während bei den Frauen nach einem leichten Absinken in den 1990er Jahren nun etwa rund ein Drittel als alleinstehend klassifiziert ist (was nicht unbedingt alleinlebend bedeutet). Auch hier verringern sich dadurch die geschlechtsspezifischen Unterschiede seit 1996.

Liniendiagramm zu den Lebensformen von Personen in der Altersgruppe 65 bis 69 Jahre nach Geschlecht in Deutschland, 1996 bis 2020 Lebensformen von Personen in der Altersgruppe 65-69 Jahre nach Geschlecht in Deutschland (1996-2020)

Anmerkung: Alleinstehend bedeutet nicht, dass die Personen tatsächlich allein leben. Zum einen wohnen 2022 rund 15 Prozent der Alleinstehenden gemeinsam mit anderen Personen, zu denen jedoch keine Partnerschaft besteht – zum Beispiel erwachsene Kinder, in einem Mehrpersonenhaushalt. Zum anderen sind auch die in Einpersonenhaushalten lebenden Alleinwohnenden nicht unbedingt partnerlos, sondern leben häufig in einer sogenannten bilokalen Paarbeziehung, das heißt, in einer Paarbeziehung mit getrennten Haushalten, die sich allerdings im Mikrozensus nicht abbilden lässt. Der Anteil dieser Lebensform schwankt mit dem Alter und ist in den jüngeren Altersgruppen besonders hoch, dort allerdings häufig auch nur temporär. Nach Berechnungen des BiB mit den Daten des deutschen Generations and Gender Survey liegt ihr Anteil insgesamt in einer ähnlichen Größenordnung wie der der Lebensgemeinschaften.

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